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Kommentierte Werkausgabe Werner Kofler (Prosa)

FWF-Projekt (AP27418)

Projektleiter: Johann Sonnleitner
ProjektmitarbeiterInnen: Claudia Dürr, Wolfgang Straub
Projektlaufzeit: 36 Monate (01.03.2015–30.06.2018)

Kooperationen:
Univ.Prof. Dr. Anke Bosse, Robert-Musil-Institut, Klagenfurt
Univ.Prof. Dr. Bernard Banoun, Université Paris-Sorbonne (Paris 4)
Univ.Prof. Dr. Konstanze Fliedl, Universität Wien

Der Schriftsteller Werner Kofler (1947–2011) gehörte seit den späten 1960er Jahren zu den wichtigsten AutorInnen Österreichs. Seine ästhetische Kompromisslosigkeit, sein radikal-aufklärerischer Impetus, seine Gesellschafts-, Sprach- und Medienkritik machen ihn zu einem höchst reflexiven, zutiefst modernen Autor. Sein Werk ist eine kritische Kommentierung der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und „ein Resümee der österreichischen Geschichte und Kulturgeschichte“ (Wendelin Schmidt-Dengler).

Ziel des Forschungsprojekts ist es, dem literarischen Rang Werner Koflers entsprechend eine kompakte kommentierte Werkausgabe vorzubereiten – ein mehrfach von Kritik und Forschung konstatiertes Desiderat. Zum einen soll die Lieferbarkeit und Zugänglichkeit des Gesamtwerks auf absehbare Zeit hin gesichert werden, zum anderen wird damit das Œuvre als Kommentierung des öffentlichen, politischen und kulturellen Lebens seit den 1970er Jahren lesbar und der Wissensspeicher der Kofler’schen Texte für die LeserInnen geöffnet. Befreit von nationalen Implikationen können die Texte als ,Sprachforschung‘ und als Suche nach den adäquaten ästhetischen Mitteln, auf einen spezifischen Zustand der ,Realität‘ zu reagieren, verstanden werden.

Der wissenschaftlich fundierte Kommentar macht den Anspielungsreichtum, die Realpartikeln und die dichte Intertextualität als spezifische, singuläre Qualität der Texte sichtbar und rezipierbar. Die Kommentierte Werkausgabe Werner Kofler wird neben dem Stellen- und Sachkommentar in Nachwörtern zu den einzelnen Texten Handreichungen bieten, die die Rezeption und Editionsgeschichte sowie die literaturhistorischen Kontexte darlegen und auf die literarischen Methoden und Textstrategien eingehen.

 

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