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Daniela Strigl  (Wien)

 

„Wir, die siegen wollten“ – H.C. Artmann und René Altmann

 

 

Abstract

René Altmann (geb. 1929 in Luzern, gestorben 1978 in Wien) war für Artmann als Freund und Weggefährte von 1946 bis etwa 1956 biographisch und literarisch bedeutsam. Altmann brachte den Älteren zu den Neuen Wegen, er gehörte dem Zirkel „Der Keller“ an und war in Artmanns ungedruckt gebliebener Anthologie von 1950 vertreten. Als Proponent des heftig angefeindeten „Surrealismus“ wurde Altmann mit Artmann, Okopenko u.a. aus den „Neuen Wegen“ gedrängt und veröffentlichte in Okopenkos publikationen einer wiener gruppe junger autoren. Äußerlich und charakterlich war laut Wieland Schmied „kein größerer Gegensatz“ denkbar als der zwischen Artmann und Altmann: ein „König im Exil“, ein „Husar zwischen zwei Abenteuern“ der eine, der Prototyp des Buchhalters der andere. Das Referat beschäftigt sich mit diesen Rahmenbedingungen und dem literarischen Rollenverständnis ebenso wie mit ästhetischen Aspekten, insbesondere den Bezügen zwischen den Gedichten Altmanns und Artmanns – beide schrieben etwa Haikus und Tankas. 

 

 

Daniela Strigl, geb. 1964 in Wien, Literaturkritikerin und Germanistin, lehrt seit 2007 am Institut für Germanistik der Universität Wien. Publikationen u.a. zur österreichischen Lyrik, zuletzt: Walter Buchebner: ich die eule von wien (Hg., 2. Aufl. 2012); Im Keller: Der Untergrund des literarischen Aufbruchs nach 1945 (Hg. mit Evelyne Polt-Heinzl, 2006).

 

 

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